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Richtig einkaufen: Umgang mit Werbung

Werbung bekommen wir ständig ab – egal, ob wir Fernsehen, im Internet surfen oder auf die Straße gehen. Sie ist gewissermaßen omnipräsent. Zwar wissen wir alle, dass wir darauf nicht reinfallen sollen, tun es aber doch oft genug. Die klassische Einwurfwerbung (oder, wenn du papiersparend einen „Keine Werbung“- Aufkleber hast, die entsprechenden Homepages kann dir aber auch helfen! Wie das geht? Das zeige ich dir in diesem Beitrag.

Der wöchentliche Werbeeinwurf

Photo von verschiedenen wöchentlichen Werbeprospekten

Einmal die Woche trägt eine Person, die sich noch etwas dazuverdienen möchte, die Werbeblätter aus, die in dein Einzugsgebiet fallen. Normalerweise ist das irgendein Tag zwischen Freitag und Sonntag. Bei Feiertagen gerne auch mal früher. Darin enthalten sind die Angebotsblätter der umliegenden Supermärkte, Discounter und anderen Geschäfte. Was genau, das liegt (leider) nicht in unserer Hand. Auch nach dem 50. Autohausflyer möchte ich leider immer noch kein Auto kaufen! So ist das nun mal. Davon wird mich auch die 3000. Werbung nicht überzeugen können, weil ich schlicht weiß, was ich will.

Und das solltest du auch wissen: Welche Prospekte sind für dich interessant, weil es etwa die Werbung der Märkte und Läden ist, in denen du sowieso regelmäßig einkaufen gehst. Oder weil du weißt, dass bald eine Anschaffung fällig sein wird, für die du vielleicht schon mal Preise und Leistungen vergleichen könntest. Oder weil du einfach gerne hübsche Bildchen anschaust. Kann ja auch sein.

Mache eine Werbeanalyse

Genau an diesem Punkt kannst du jetzt ansetzen: Werde dir in einem ersten Schritt darüber klar, weswegen du Werbung anschaust – Langeweile, Interesse, Spaß etc. Danach überlege, wie du bisher mit der Werbung umgegangen bist? Bist du direkt in jeden Laden und hast dir das hübsche Dekokissen oder den Film gekauft, nur weil es im Angebot war? Oder hast du ganz lässig den ganzen Stapel zum Altpapier gebracht?

Photo von wöchentlicher Werbung für Supermärkte

Ich mag keine der beiden Vorgehensweisen vollkommen verteufeln, denn beide haben etwas für sich. Es ist immer gut, Nein zu etwas sagen zu können. Sage ruhig Nein zum 50. Dekokissen. Anschauen und schön finden kannst du es ja trotzdem. 🙂 Gönne dir aber auch ein Nein, wenn du die Werbung einfach ungelesen wegwerfen möchtest, eigentlich jedoch noch etwas benötigst, was vielleicht darin enthalten ist. Gerade in der Techniksparte kann es sich vor größeren Anschaffungen lohnen, die Werbeprospekte vorher über einen längeren Zeitraum zu lesen. Damit bekommst du nicht nur ein Gefühl dafür, welche Preise du internetunabhängig erwarten kannst, sondern siehst eben auch, wenn es ein besonders gutes Angebot gibt. Meine Kamera habe ich zum Beispiel so gefunden; ich wusste bereits, was ich ungefähr wollte (eine 60D oder 70D) und als das Angebot dann kam, habe ich sicherheitshalber nochmal die Preise im Internet verglichen, um dann festzustellen, dass ich im Laden tatsächlich günstiger war.

Werbeblätter im Alltag

Natürlich wollen wir nicht alle drei Monate eine größere Anschaffung machen. Meine Kamera habe ich auch einfach vor zwei Jahren gekauft und seitdem interessiert mich die Preispolitik von Canon erstmal nicht mehr. Deswegen kann es dennoch sinnvoll sein, andere Werbeprospekte zu lesen: Die der Supermärkte und Discounter, in denen du regelmäßig einkaufst und die du gut von dir aus erreichst. Eines gleich vorab: Es lohnt nicht, in den ausgefallenen Supermarkt 15km weiter zu fahren, wo du sonst nie hingehst und nichts Anderes einkaufst, nur weil dort der Joghurt günstiger ist. Man muss alles auch immer in der Relation zum Aufwand sehen.

Photo von Angeboten bei Gemüse und Obst

Nimm dir am Wochenende also etwas Zeit und die entsprechenden Prospekte vor und sieh die Werbung unter folgenden Aspekten durch:

  • Was verwende ich regelmäßig und ist bald aufgebraucht?
  • Was könnte ich nächste Woche aus den Angeboten kochen?
  • Was brauche ich davon wirklich und möchte es nicht nur?

Du siehst, du kannst die Werbung für dich arbeiten lassen, indem du dir die Angebote anschaust. Ich kaufe unsere Margarine nur noch im Angebot (Aspekt Nr. 1), weil ich weiß, dass sie spätestens alle zwei bis drei Wochen sowieso wieder günstiger angeboten wird. Merke dir also: Alle Angebote kommen wieder! Du brauchst keine zehn Margarinen auf einmal, normalerweise wird eine ausreichen (Aspekt Nr. 3). Wenn du so wie ich einen Wochenplan führst, dann kannst du dich von den Angeboten auch für dein Essen inspirieren lassen (Aspekt Nr. 2). Ich konzentriere mich dabei immer auf die Gemüse- und Fleischseiten, weil ich kaum mit Convenienceprodukten koche. So sehe ich meistens auch direkt, was gerade Saison hat.

Ein weiterer Vorteil ist übrigens, dass du mit der Zeit ein Gespür dafür bekommst, was wirkliche Angebote sind und wo dir nur etwas vorgegaukelt wird. Achte deswegen nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Größe beziehungsweise das Gewicht des Artikels. Gerade Gemüse wird im Winter zum Beispiel trotz geringeren Gewichts für denselben Preis angeboten (das kann aber auch daran liegen, dass das Gemüse schlicht keine Saison hat – dann könntest du dich fragen, ob du das wirklich möchtest etc.).Photo von verschiedenen wöchentlichen Werbeprospekten

 

Wenn du dir das alles durch den Kopf gehen hast lassen, kannst du die Ergebnisse oder vielleicht sogar schon deine Einkaufsliste festhalten, dich darauf freuen, nächste Woche ganz entspannt mit Plan einkaufen zu gehen, und die Werbung in den Müll geben.

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