Wohnen

Eine ordentliche Wohnung haben

Kennt ihr das, ihr sitzt gemütlich daheim und plötzlich klingelt es an der Tür? Erschrocken überlegt ihr, was ihr denn schon wieder bei Amazon bestellt habt, doch euch fällt partout nichts ein… Zögerlich geht ihr an die Gegensprechanlage und es meldet sich – eure Mutter! Schockschwerenot! In der Wohnung sieht es aus wie bei Hempels unterm Sofa!

Photo von extremer Unordnung
So schlimm sieht es bei dir hoffentlich nicht aus!

Wenn du diesen Beitrag liest, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass du nicht der Typ Mensch bist, der seine Mutter dann vollkommen gelassen in das Chaos aus Pizzakartons, Klamotten und Uniunterlagen führt. Du möchtest Ordnung halten, doch irgendwie funktioniert es bei dir nie so, wie du es dir vornimmst. Deswegen möchte ich dir in diesem Artikel meine wichtigste Angewohnheit gegen Unordnung in der eigenen Wohnung vorstellen.

Mithilfe dieser Angewohnheit habe ich es nicht nur während Vollzeitstudium und bis zu drei Jobs gleichzeitig geschafft, dass meine Mutter jederzeit hätte vorbei kommen können, sondern mich auch immer in meiner Wohung wohlgefühlt. Heute, zweieinhalb Zimmer größer und mit einem Freund ausgestattet bewährt sich das Konzept noch immer – obwohl nur ich es beherzige (er lernt noch, aber ich bin zuversichtlich!).

Alles, was du für eine ordentliche Wohnung tun musst

… ist eigentlich richtig wenig: Räume auf! Ich meine damit nicht die Sonntage aufbrauchende Beschäftigung, eine Grundordnung in deinen vier Wänden herzustellen, sondern eine kleine Routine, die du dir jeden Morgen oder Abend angewöhnen kannst. Nimm dir einfach jeden Morgen (oder Abend) zehn Minuten, um einmal durch alle Räume zu gehen und alles Herumstehende wegzuräumen. Das Geschirr in die Spülmaschine oder ins Waschbecken, die Wäsche in den Wäschekorb, der Rucksack an seinen Platz, das Bett einmal aufgeschüttelt.

Photo von einem unaufgeräumten Wohnzimmer
So sieht mein Wohnzimmer morgens vor dem Aufräumen aus: leere Gläser, Schüsseln und eine Orangesaftpackung. Das Sofa selbst ist halb auseinander…

Das Ziel dieser zehn Minuten ist explizit nicht, dass du die komplette Wohnung aufräumst. Dafür reicht die Zeit logischerweise nicht aus. Aber für gewöhnlich ist es genug, um die schlimmsten Zentren der Unordnung zu beseitigen. Lass dich nicht davon entmutigen, wenn es in den ersten Tagen trotzdem noch nicht aufgeräumt ist! Wenn du nicht gerade eine Sonntagsaktion voranschiebst, dauert es, bis du Herr (oder Frau) des Chaos wirst. Das ist vollkommen normal. Es ist am Anfang auch gar nicht schlimm, wenn du es mal einen Tag vergisst, probier es einfach morgen nochmal! Dein Wohlbefinden zuhause wird es dir danken.

Auf diese Weise schaffst du dir peu á peu eine neue Angewohnheit, die du einfach in dein morgendliches oder abendliches Ritual mit aufnehmen kannst.

So viel Zeit habe ich nicht!

Ich weiß, dass zehn Minuten viel Zeit sein können, aber wenn du mir ernsthaft und glaubhaft beweisen kannst, dass du regelmäßig in den 24 Stunden des Tages nicht einmal diese kurze Zeitspanne zum Aufräumen aufbringen kannst, dann hast du wirklich ein ernstzunehmendes Problem mit deiner Lebensführung! Oft ist es einfach nur eine bestimmte Geisteshaltung, die uns davon abhält, Neues zu etablieren. Das ist vollkommen normal und natürlich, denn der Mensch ist tatsächlich ein Gewohnheitstier. Doch wenn du konsequent an dieser neuen täglichen Aufgabe arbeitest, wird sie sich schneller normalisieren als du „Aber ich hab doch gar keine Gewohnheiten“ sagen kannst.

Photo von einem aufgeräumten Wohnzimmer
Und so sieht es nach dem Aufräumen aus – für diese Ecke habe ich (trotz Lampenkabeln zwecks Fotobelichtung) nur 1:31 gebraucht!

Und solltest du wirklich keine zehn Minuten haben, kannst du es ja erst einmal mit fünf Minuten probieren…

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