Leben

Was will ich?

Hier bei Die Patin soll es nicht nur um das günstige Leben gehen, sondern auch um das gute Leben. Dabei stolpert man über kurz oder lang über eine essentielle Frage: Was will ich eigentlich? Gerade wir als junge Menschen haben jede Menge Optionen, alles scheint möglich, du musst es nur wollen. Eben deswegen erscheint uns diese Entscheidung schwer, ja bisweilen unmöglich. Ich kann und will hier keine Lebensberatung geben, dafür gibt es Profis. Doch mir ist es auch wichtig, aufzuzeigen, dass das noch so ordentlichste, sauberste und sparsamste Leben kein erfülltes ist, wenn es nicht das ist, was ihr wollt. Also lasst uns heute doch mal ein bisschen reflektieren

An uns werden jede Menge Ansprüche gestellt

Ansprüche, die an uns herangetragen werden, kennen wir quasi schon seit wir denken können: Sei es das Instrumentenlernen, gute Noten in der Schule, der Übertritt aufs Gymnasium, der gute Realschulabschluss, die richtige Berufsentscheidung im Sinne Omas… Oft verstecken sich diese Ansprüche als gut gemeinte Ratschläge oder Wünsche – verkenne sie nicht! Auch wenn sie gut gemeint sind und einen manchmal wirklich weiter bringen können, mach dir bewusst, dass es nicht deine Ideen sind. Ernsthaft darüber zu reflektieren ist sinnvoll, aber eigne dir keine Ansprüche anderer einfach blind an, denn damit wirst du über kurz oder lang unglücklich, weil es einfach nicht du bist.

Photo von einem Wald
Pass auf, dass du am Ende nicht vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr siehst!

Vielleicht hast du diese Ansprüche sogar schon für dich selbst übernommen. Verräterische Gedanken sind „Ich muss schlanker werden!“ und „Ich muss das schaffen!“. Warum eigentlich? Ich mag hier jetzt niemanden dazu auffordern, sofort alles hinzuwerfen, doch halte einmal inne und überlege, ob du wirklich keine äußeren Ansprüche oder Haltungen internalisiert hast. Na? Siehst du. Überlege also, was du daraus machen willst und lasse vielleicht auch mal los, selbst, wenn es nicht so einfach ist. Ich übe mich immer noch darin, das etablierte Schönheitsideal hinter mir zu lassen – obwohl ich eine gebildete Frau bin, die es eigentlich besser weiß!

 

Alle eigenen Gedanken, Wünsche und Träume finden

Jetzt, wo du das Fremdmaterial ausgemacht hast, kommt der wirklich spannende Teil: Konzentriere dich mal nur auf dich selbst und was du so denkst, wünschst und erträumst. Nimm dir ein Blatt (oder eine Word-Datei…) und schreib einfach drauf los! Einfach alles in einer losen Mindmap, einer Liste oder was auch immer dir gerade sinnvoll erscheint. Es muss keine Form haben und es muss auch nicht realistisch sein. Schreibte also auch deine allerkühnsten Träume auf, an deren Realisierbarkeit du eigentlich ja doch nicht glaubst.

Nur, wenn ich weiß, was ich will, kann ich es schaffen.

Gehe dafür ruhig ein wenig aus dir heraus, lasse deiner Kreativität freien Lauf. Hauptsache, du schaltest deine Kontrollinstanz im Kopf mal für ein paar Minuten aus und wirst ganz intuitiv.

Photo von meinen Wünschen und Träumen

Wenn du das geschafft hast – herzlichen Glückwunsch! Dafür darfst du dir jetzt eine kurze Pause gönnen und danach wieder zurück an die Arbeit gehen.

Das Eigene evaluieren

Denn jetzt kommt der nächste Schritt: Du schaust dir an, was du von dir gegeben hast, was du eigentlich möchtest. Überlege bei jedem einzelnen Punkt nun, warum du es möchtest. Vielleicht willst du Profifußballer werden, weil dir kicken Spaß macht. Vielleicht möchtest du alle Länder der Welt bereisen, weil du neugierig bist. Vielleicht möchtest du auch einfach nur ein eigenes Haus später, weil es bei deinen Eltern immer so gemütlich war und ist.

was-will-ich2_small

Das ist alles in Ordnung, denn wir wollen viele verschiedene Dinge im Leben. Manchmal sogar sich Widersprechendes. Aber vielleicht fällt dir ja eine schlaue Idee ein, wie du beides verbinden kannst. Ansonsten sprich mal mit anderen darüber, vielleicht fällt ihnen ja etwas ein.

Nachdem du dann weißt, warum du das alles möchtest, kannst du mit dem Aussortieren und Gewichten beginnen. Unter Umständen hast du den ein oder anderen Wunsch dabei, den du eigentlich gar nicht wirklich verwirklichen möchtest – Astronaut werden oder Mathe studieren (weil du doch lieber Biologie machst). Vollkommen in Ordnung! Alles geht nun mal leider nicht. Bringe dann alles in eine Reihenfolge. Ganz oben sollte dein absolutes und oberstes Traumziel stehen, das durchaus etwas schwieriger zu erreichen sein darf.

Einen Plan fassen

Photo von meinen Wünschen und Träumen in Reihenfolge

Und als letzten Schritt fasst du jetzt einen Plan, wie du dein Traumziel und deine anderen Teilziele erreichen kannst. Was musst du dafür tun? Wer kann dir helfen, was musst du können, vorbereiten oder sonstwie organisieren? Es kann helfen, das alles aufzuschreiben, um so einen Überblick für die Zukunft zu haben. Dazu gehört übrigens auch der Haushalt und die eigene Lebensführung. 😉

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