Wohnen

Frühjahrsputz für die Küche

Ja ich weiß, eigentlich kann es jeder. Eigentlich. De facto scheint es gerade heute immer mehr Leute zu geben, die zuhause den Luxus hatten, nicht mit anpacken zu müssen, und jetzt in der WG oder in der ersten Wohnung ein Problem haben: Wie putze ich eigentlich richtig? Oder, was bei mehr Leuten zutreffen wird: Wie mache ich das auch wirklich?

Denn im Grunde ist es nicht schwierig, seine eigenen vier Wände sauber zu halten. Man muss es nur eben tun. Und genau das gestaltet sich schwierig bis unmachbar, wenn mein keine Ahnung hat. Also: Putzen für Anfänger, was absolut keine Schande ist. Schlimmer ist es, im eigenen Dreck zu hausen. J

Eine Grundsauberkeit schaffen

Gerade, wenn du bisher noch keine saubere und aufgeräumte Küchenzeile hattest, musst du wohl oder übel ein bisschen Zeit hineininvestieren. Das ist allerdings kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken! Wenn du eben gerade keine Klausur vor dir hast, vor der du prokrastinieren möchtest, kannst du dir die einzelnen Schritte zum Teil auf mehrere Tage verteilen. Wichtig ist nur, dass du dran bleibst. Also los!

Freie Fläche schaffen

Zunächst mal musst du überhaupt sehen, wo der Dreck ist – also ab ans Spülen. Die wenigsten werden wahrscheinlich eine Spülmaschine haben. Gut ist es, gerade bei großen, alten (und damit gammligen) Geschirrbergen, alles einmal kurz unter kaltem Wasser abzuspülen, sodass der grobe Dreck weg ist. Eingetrocknete Schüsseln und Töpfe können mit Wasser befüllt werden, damit sie einweichen. Das erspart viel Mühe!

Ist das Geschirr weg, kommt alles erstmal von der Anrichte, was da sonst noch rumsteht: Kaffeemaschine, Toaster (am besten einmal alle Krümmel über dem Waschbecken wegleeren), Wasserkocher, Kochlöffel usw. Du wirst erstaunt sein, was sich da oftmals drunter oder dahinter verbirgt.

Oberflächen reinigen

Jetzt, wo du Platz hast, wischst du mit einem Lappen und (frischem) Spülwasser einmal über alle Oberflächen – auch über den Fliesenspiegel! Im Idealfall gehst du auch einmal über alle Schrankfronten, dort sammeln sich nämlich gerne Wasser-  und Fettspritzer. Den meisten (vielleicht sogar allen) Dreck bekommst du so weg. Wenn noch etwas da ist, nimm dir einen Schwamm und Scheuermilch. Die schafft fast alles. 😉

Photo von verschmutzten Herdplatten
Leider keine Seltenheit – absolut verdreckte Herdplatten, die wohl nie jemand geputzt hat.
eine gesäuberte Herdplatte
Und so sieht eine Herdplatte nach 5 Minuten Scheuermilch und Schwamm aus. Zwar nicht perfekt, aber gleich viel besser.

 

Wenn dort alles sauber und trocken ist, kannst du überlegen, was du nun wirklich auf deine Arbeitsplatte stellen möchtest. Also alles, was du täglich oder nahezu täglich benutzt, sodass Aus- und Einräumen dir unnötige Zeit rauben würde. Bei mir steht der Toaster zum Beispiel im Schrank, weil es nicht so oft Toast gibt.

Die inneren Werte deiner Küche

Du könntest an diesem Punkt fertig sein – doch im Grunde hast du erst die halbe Arbeit geschafft. Schließlich haben die meisten Küchen noch eine Vielzahl an Schränken oder Regalbrettern mit Geschirr, Töpfen und Kochutensilien. Nimm dir jetzt also jeden Schrank einzeln vor:

  • Räume alles restlos aus.
  • Wische den Schrank mit Spülwasser aus und trockne ihn ggf.
  • Überlege, ob auch wirklich alles wieder dort hinein gehört oder doch in einen anderen Schrank oder ein anderes Zimmer.
  • Räume alles wieder ordentlich (und so, dass man gut ran kommt!) ein.

Dieser Schritt kann gerade bei großen oder chaotischen Küchen ein ganzes Weilchen dauern. Wenn du nicht alleine wohnst, denke dran, die anderen auch miteinzubeziehen. Es macht keinen Sinn, wenn du dir die allerschönste Ordnung ausdenkst, aber keiner mehr etwas findet und alles wieder einfach irgendwo hineingestellt wird.

Die innersten Werte deiner Küche

Tja und ganz zum Schluss gibt es noch die heimlichen Dreckhorte der Küche: Die Küchengeräte selbst. Fange also an, Wasserkocher und Kaffeemaschine zu entkalken, den Kühlschrank auszuwischen und den Backofen zu schrubben (warum ist der eigentlich immer ein absolutes Chaos?). Klasse Nebeneffekt: Du bekommst starke Arme. 😀

Kühlschrank
Wenn du deinen Kühlschrank auswischst, kannst du ihn auch im selben Schwung wieder sortieren.

Und damit hättest du deiner Küchenzeile einmal einen Grundputz verpasst. Ohne Geschirrspülen dürfte das in einer nicht allzu großen Küche etwa zwei bis drei Stunden dauern. Die Zeit hat man mal. Und der große Vorteil ist ja, dass man das dann so bald nicht mehr tun muss.

Regelmäßiges Putzen erspart dir diese großen Putzaktionen

Womit wir schon beim letzten Punkt wären: Wenn du dich regelmäßig ein bisschen um deine Küche kümmerst, brauchst du solche großen Putzaktionen gar nicht mehr. Du hast dann quasi einen durchgehenden Frühjahrsputz.

Das geht ganz einfach: Immer, wenn du gerade gespült hast, wischst du zum Beispiel einmal über alle Oberflächen. Den Kühlschrank putzt du, bevor der Monatseinkauf hineinkommt. Einmal die Woche nimmst du dir 15 Minuten und machst einmal komplett Klarschiff (das reicht!). In diesen Zeitslot kannst du dann immer mal wieder eine der intensiveren Aufgaben wie den Backofen einschieben.

Et voilà: Deine Küche ist sauber und du könntest jederzeit darin eine Party feiern. Lass dich nur nicht davon entmutigen, wenn es erstmal mit dem regelmäßigen Putzen nicht klappt. Durchhaltevermögen ist ein Muskel, den man trainieren kann! Und irgendwann hat man dann den gleichen Blick wie Mama für Dreck und Sauberkeit. 😉

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