Allgemein · Leben

Haushalten wie ein Profi mit dem Wochenbudget

Wenn du inzwischen schon eine geraume Weile mitliest und meine Vorschläge sogar umsetzt, dann dürfest du so langsam ein Gefühl dafür entwickeln, wie viel du isst, was du brauchst und wie das alles so für dich klappt. Stimmt’s?

Bei mir zumindest ist das so: Ich weiß, was ich mengenmäßig ungefähr in einer Woche esse (auch dann, wenn ich mal wieder verfressene Tage habe 😀 ) und was ich gerne esse. Daraus kann ich logischerweise auch schließen, wie viel Geld ich in der Woche für mich zum Leben brauche. Und gerade weil ich leider nicht so reich bin, wie ich es manchmal gerne wäre, hilft es mir enorm, mich sinnvoll zu beschränken, um nicht zu sehr über die Strenge zu schlagen. Dafür habe ich ein Wochenbudget. Wie das geht, zeige ich dir jetzt.

Deutsches Bundestagsgebäude
Haushalten ist überall wichtig – auch und insbesondere für den Deutschen Bundestag

Budgets für alles außer das Wichtigste? Nein danke!

Wahrscheinlich führst du genauso wie ich schon seit einer Weile nun verschiedene Budgets und sparst nebenbei ein bisschen was an. Das machst du super! Aber wahrscheinlich ist dir aufgefallen, dass dir damit in deinem Alltag immer noch etwas fehlt, nämlich etwas ganz essen-tielles. 😉

Noch wichtiger als zum Friseur oder shoppen zu gehen, ist nämlich regelmäßig und gut zu essen. Was das für dich exakt heißt, darfst du natürlich wieder ganz allein für dich festlegen. Zum Beispiel: Ich esse Frühstück, Mittag- und Abendessen, aber eigentlich keine Snacks, denn sonst würde ich aufgehen wie ein Hefekloß. Außerdem gönne ich mir eine Süßigkeit pro Woche, am Wochenende darf es auch mal was Schickeres zu essen geben.

Plenarsaal des Deutschen Bundestags

Zu Essen und Trinken beinhaltet mein Wochenbudget noch weitere Dinge, die aber eigentlich nicht so sehr ins Gewicht fallen bei mir: Putzmittel, Hygieneartikel, Makeup, Müllbeutel etc. Das alles geht nur langsam leer, ist selten teuer (wenn doch – mach dir am besten ein eigenes Budget dafür) und kann vorausschauend gekauft werden. Damit meine ich jetzt nicht, große Mengen davon zu kaufen, sondern einfach im Blick zu behalten, wann die letzte Küchenrolle angebrochen wird, sodass man dann in dieser oder in der nächsten Woche entsprechend nachkaufen kann.

Eine Woche – ein fester Betrag

Wenn du also so für dich nun kalkulierst, wie viel Geld du normalerweise in einer Woche zum Leben brauchst, kannst du natürlich deine letzten Kassenzettel, aber gegebenenfalls auch deine Kontoauszüge zu Rate ziehen. Zum Vergleich: Ich habe mal gelesen, dass man pro Person ca. 25€ pro Woche einplanen sollte. Ernährt man sich bio oder benötigt spezielle Nahrung, verändert sich der Betrag natürlich. Ich bin kein Vielesser, mir reichen auch 20€ in der Woche problemlos. ABER: Das Ganze ist kein Wettbewerb, wer am wenigsten braucht, denn dauerhaft sollte man sich auch als Student nicht zu schlecht ernähren, das kratzt an der eigenen Leistungsfähigkeit.

Gerade wenn du erst mit einem Wochenbudget anfängst, kann es passieren, dass du doch mehr Geld ausgeben musst, als du ursprünglich vorgesehen hattest. Sei dann exakt und überlege dir, woran es lag. Hast du mehrmals einfach Pizza bestellt oder einfach nur vergessen, dass du deine Mensacard ja auch von dem Geld aufladen musst? Kommt der Fall öfter vor, musst du diesen Posten also in dein Budget mit aufnehmen, oder war das eine einmalige Angelegenheit?

Dein Wochenbudget ist nicht in Stein gemeißelt! Du machst dir deine Regeln selbst, deswegen kannst du sie auch selbstständig sinnvoll anpassen. Wenn du dich mit 30€ in der Woche besser fühlst und es dir leisten kannst – prima! Wenn du gerade in den ersten Wochen noch sehr über die Strenge schlägst und es am Monatsende dann knapp wird, kannst du immer noch hier nachschauen und es in Zukunft einfach nochmal probieren. Übung macht schließlich den Meister!

Kuppel des Deutschen Bundestags

Finde einfach den Betrag, mit dem du eine Woche lang gut haushalten und auskommen kannst. Dann schadet es auch nicht, wenn du dir manchmal eine Kleinigkeit versagen musst – die nächste Woche kommt ja dann garantiert. 😉

Hinweise zum Auswärts essen

Auswärts essen in Restaurants oder der Mensa ist ja trotz allem noch reguläres Essen und isst du im Normalfall ja nicht zusätzlich zu deinen normalen Mahlzeiten. Also müsste es auch in dein Haushaltsbudget mit eingerechnet werden. Gerade bei Studenten ersetzt die Mensa ja oft das selbstgekochte Mittagessen. Wenn du dir das leisten kannst und willst – super! Meine Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass Mensa oft teurer ist als selbst kochen und meistens auch nicht so genial schmeckt. Aber es soll ja noch gute Mensen geben! Dann plane die 5×3€ für dein Mittagessen auch so in dein Wochenbudget mit ein.

Bist du allerdings spontan zu faul zum Kochen und gehst essen, dann solltest du dich vorher erstmal fragen, ob du dir das wirklich leisten kannst und willst aus deinem Wochenbudget. Essen gehen kann nämlich ruckzuck mal dein gesamtes Budget auffressen… Und das wäre schade. Weißt du aber, dass du einmal im Monat mit deinem Fußballklub abends essen gehst, lege dir doch einfach ein extra Budget dafür an, dass du regelmäßig besparst. Dann brauchst du den Rest der Woche auch nicht hungern deswegen.

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